Blick über die weißen Dächer Athens von einem baumbeschatteten Hügelweg, mit einem Stadthügel in der Ferne und Spaziergängern zwischen Pinien und Sträuchern.
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Studie zu den Metropolitanen Parks Athens

Wie die Athenerinnen und Athener ihre öffentlichen Parks erleben

Athen, Griechenland · 2025 · Forschung & Bürgerbeteiligung · LAMDA Labs / 1830 lab · ensphere GmbH

„Erfolgreiche Parks entstehen nicht allein durch ihre räumliche Gestaltung, sondern durch das Verständnis dafür, wie Menschen sie erleben, nutzen und wertschätzen. Diese interdisziplinäre Studie liefert eine fundierte Wissensbasis über die Beziehung der Athener Bevölkerung zu ihren öffentlichen Parks und schafft damit eine Grundlage für zukünftige Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und öffentliche Politik.“

Eine interdisziplinäre Forschungsinitiative

Die Studie zu den Metropolitanen Parks Athens wurde als interdisziplinäres Kooperationsprojekt entwickelt, das die Beziehung der Bewohnerinnen und Bewohner zu den öffentlichen Parkanlagen im Großraum Athen untersucht.

Beauftragt von LAMDA Labs und entwickelt durch 1830 lab, vereinte die Studie Kompetenzen aus Stadtsoziologie, Klimaresilienz, Landschaftsarchitektur, Bürgerbeteiligung und strategischer Kommunikation. Ziel war es, quantitative Sozialforschung mit interdisziplinärem Fachwissen zu verbinden, um eine belastbare Wissensgrundlage für die zukünftige Planung, Gestaltung und Bewirtschaftung öffentlicher Grünräume zu schaffen.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass erfolgreiche Parks nicht allein durch ihre physische Gestaltung bestimmt werden, sondern vor allem durch ihre Nutzung und Wahrnehmung durch die Bevölkerung, untersuchte die Studie, wie Athenerinnen und Athener öffentliche Parks nutzen, welche Qualitäten sie schätzen, welche Barrieren sie erleben und welchen Beitrag diese Räume zu Lebensqualität, sozialem Zusammenhalt und urbaner Klimaresilienz leisten.

Infografik mit dem Titel How People Use Parks: Foto eines Hügelwegs über Athen, Umfragestatistiken, ein Diagramm der besuchten Grünräume und die häufigsten Besuchsgründe.
Übersichtsgrafik der Studie: über 570 befragte Bewohnerinnen und Bewohner, vier Fallstudien in Attika und ein Mixed-Methods-Ansatz aus quantitativer und qualitativer Forschung (Grafik in englischer Sprache) · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH

Evidenzbasierte Planung öffentlicher Freiräume

Die Studie untersuchte die Rolle städtischer Parks als

  • Orte des Alltags,
  • Räume der Erholung,
  • Treffpunkte des sozialen Lebens,
  • sowie Orte der Naturerfahrung.

Mithilfe einer repräsentativen quantitativen Befragung von Bewohnerinnen und Bewohnern der Region Attika wurden Nutzungsverhalten, Erreichbarkeit, Wahrnehmungen, Erwartungen und Prioritäten für zukünftige Verbesserungen erfasst. Darüber hinaus untersuchte die Studie Fragen der Inklusion, der Umweltgerechtigkeit sowie den Beitrag öffentlicher Grünräume zu Gesundheit und Klimaresilienz.

Anstatt allgemeine Empfehlungen zu formulieren, entstand eine belastbare Datengrundlage, die zukünftige Entscheidungen in Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und kommunaler Grünflächenpolitik unterstützen kann.

Infografik, die einen unbefestigten Parkweg einem gepflegten, gepflasterten Weg gegenüberstellt, mit Umfragewerten zu Parkbesuchen, Pflege und ökologischem Nutzen.
Was ist ein Park in Athen? Die Grenze liegt in Gestaltung und Pflege: 88 % der Befragten besuchten im letzten Jahr einen Park, über 60 % halten die Pflege für unzureichend (Grafik in englischer Sprache). · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH
Infografik, die den zu Fuß erreichbaren Nachbarschaftspark dem mit dem Auto erreichten Ausflugspark gegenüberstellt, mit durchschnittlichen Besuchszeiten und Zitaten von Befragten.
Das Paradox der städtischen Zeit: häufige kurze Besuche im Quartierspark und seltenere, längere Wochenendbesuche beschreiben zwei unterschiedliche Nutzungsweisen (Grafik in englischer Sprache). · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH

Von der Forschung zur Entscheidungsgrundlage

Die Ergebnisse der Studie identifizierten zentrale Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Athener Parks. Zu den wichtigsten Prioritäten zählen die Förderung der Biodiversität, die Schaffung zusätzlicher schattiger Aufenthaltsbereiche, eine bessere Barrierefreiheit, höhere Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit sowie inklusivere öffentliche Räume.

Indem die Erfahrungen und Bedürfnisse der Bevölkerung in belastbare Daten übersetzt wurden, liefert die Studie eine fundierte Grundlage für zukünftige Planungs- und Gestaltungsentscheidungen und zeigt auf, wie wissenschaftliche Forschung die Qualität öffentlicher Freiräume nachhaltig verbessern kann.

Infografik, die eine verkehrsreiche Straßenszene einer ruhigen Parkszene gegenüberstellt, mit Umfrageergebnissen zu Verkehr, Wasser und Grün sowie Beleuchtung.
Parks als Gemeingut von Freiheit und Wohlbefinden: von urbanem Druck zu urbaner Entlastung, mit Wasser, Grün, Sicherheit und Pflege als Schlüsselelementen (Grafik in englischer Sprache). · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH
Infografik mit zwei überlappenden Kreisen zu angestrebter und gelebter Inklusion, daneben Symbole für Sicherheit, Mobilitätsbarrieren und unsichtbare Ausschlussformen.
Die Inklusionslücke: symbolische Offenheit bedeutet nicht immer realen Zugang — Sicherheit, Mobilitätsbarrieren und Pflege bestimmen, wer einen Park tatsächlich nutzen kann (Grafik in englischer Sprache). · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Projekt vereinte Organisationen aus den Bereichen Forschung, Klimapolitik, soziale Innovation und räumliche Planung.

Die Zusammenarbeit erfolgte zwischen:

  • LAMDA Labs – Auftraggeber
  • 1830 lab – Projektentwicklung und Koordination
  • Impact Hub Athens – Quantitative Forschung und Bürgerbeteiligung
  • Lenio Myrivili – Strategische Beratung Klimaresilienz
  • ensphere GmbH – Unterstützung im Bereich Landschaftsarchitektur und visuelle Kommunikation

Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit konnten wissenschaftliche Forschung, Bürgerbeteiligung und planerisches Denken zu einer gemeinsamen Wissensbasis für die zukünftige Entwicklung öffentlicher Grünräume zusammengeführt werden.

Infografik mit einem Trichter von Zugang über Filter und Barrieren bis zur Aktivierung, mit Umfragewerten und Silhouetten von Menschen mit erhobenen Händen in einem Park.
Der Beteiligungsfilter: über 80 % der Befragten möchten sich für ihre Parks engagieren, doch Zeit, Sicherheit und unklare Möglichkeiten verhindern, dass diese Bereitschaft aktiviert wird (Grafik in englischer Sprache). · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH

Mein Beitrag

Als Landschaftsarchitektin bei der ensphere GmbH unterstützte ich ausgewählte Bereiche des Projekts aus der Perspektive der Landschaftsarchitektur.

Mein Beitrag bestand in der Mitwirkung an methodischen Diskussionen während der Entwicklung des Projektansatzes sowie in der Einbringung landschaftsarchitektonischer Perspektiven in interdisziplinäre Gespräche über die Beziehung zwischen Mensch, öffentlichem Raum und urbaner Natur.

Darüber hinaus entwickelte ich die vollständigen Infografiken und visuellen Kommunikationsmaterialien der Publikation. Ziel war es, komplexe Forschungsergebnisse in klar verständliche, grafisch konsistente und visuell zugängliche Darstellungen zu übersetzen und so die Kommunikation der Studienergebnisse zu unterstützen.

Mein Beitrag konzentrierte sich auf die Schnittstelle zwischen Forschung, Landschaftsarchitektur und visueller Kommunikation. Die quantitative Forschung, Datenerhebung und wissenschaftliche Auswertung wurden durch das Kernteam des Projekts durchgeführt.

Die Studie zu den Metropolitanen Parks Athens verdeutlicht den Mehrwert interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Entwicklung zukunftsfähiger öffentlicher Freiräume. Durch die Verbindung von quantitativer Forschung, Klimaresilienz, Landschaftsarchitektur und visueller Kommunikation entstand eine belastbare Wissensgrundlage für die Gestaltung inklusiver, gesunder und klimaresilienter Parks, die den Bedürfnissen der Athener Bevölkerung gerecht werden.

Infografik mit fünf nummerierten Prinzipien städtischer Parks — Identität und Zugehörigkeit, Rhythmus der städtischen Zeit, Inklusion, Parks als alltäglicher Rückzugsort, von der Absicht zur Umsetzung — neben einer aquarellierten Parkszene.
Die fünf Prinzipien städtischer Parks: eine Synthese der Studienergebnisse, von Identität und Zugehörigkeit bis zu Umsetzung und Pflege (Grafik in englischer Sprache). · © Dimitra Theochari / ensphere GmbH

Projektinformationen

Projekt
Studie zu den Metropolitanen Parks Athens
Projekttyp
Forschung · Stadtsoziologie · Bürgerbeteiligung · Strategische Beratung · Visuelle Kommunikation
Auftraggeber
LAMDA Labs
Projektentwicklung
1830 lab
Projektpartner
LAMDA Labs · 1830 lab · Impact Hub Athens · Lenio Myrivili · ensphere GmbH
Standort
Athen, Griechenland
Projektzeitraum
2025
Rolle
Landschaftsarchitektin – ensphere GmbH
Beitrag
Landschaftsarchitektonischer Input zu Methodikdiskussionen · Interdisziplinäre fachliche Unterstützung · Strategische Beratung aus landschaftsarchitektonischer Perspektive · Gestaltung der Infografiken · Visuelle Kommunikation · Entwicklung der grafischen Inhalte für die Abschlusspublikation

Bildnachweise

Infografiken und visuelle Kommunikationsmaterialien von Dimitra Theochari (ensphere GmbH) für die Publikation der Studie; die Forschungsgrafiken sind in englischer Sprache.

Forschungsergebnisse, Grafiken und Bilder verbleiben © bei den Projektpartnern — LAMDA Labs, 1830 lab, Impact Hub Athens und ensphere GmbH.

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